»Danke«


Ein Wort, das Gänsehaut bescheren kann

 Lesezeit: circa 4 Minuten


Ein Wort, das viel erzählen kann.
Ein Wort, das viel verändern kann.
Ein Wort, das viel befreien kann.

Ein so einfaches Wort kann eine Kraft erzeugen, die uns manchmal selbst aus der Bahn werfen kann. Wenn wir spüren, dass selbst ein einfaches »Danke« überfordert, obwohl es angebracht wäre. Und wir es dennoch nicht über die Lippen bringen, obwohl es nur darauf wartet ausgesprochen zu werden.

In einer Zeit, in der Herzlichkeit, Gemeinschaft und Dankbarkeit wertvolle Güter sind. In einer Zeit, in der teilweise hitzige Diskussionen den Alltag bestimmen. In einer Zeit, in der wir uns rechtfertigen müssen, ist es umso wichtiger herzlich und respektvoll zu agieren. Wer, wenn nicht wir selbst, sind fähig, die Welt ein Stück weit liebenswerter zu machen. Menschen bekriegen sich mit Worten und tun einander weh. Menschen schweigen, obwohl sie der Welt etwas mitzuteilen haben.

Ein »Danke« ist ein erster Schritt zu mehr Verbundenheit.

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Selbstverständlich


Warum fällt es vielen Menschen schwer Dankbarkeit zu zeigen? Sich aus voller Überzeugung und Herzlichkeit für etwas zu bedanken. Die Relevanz spielt dabei keine Rolle. Wir können und sollten für jede Selbstverständlichkeit in unserem Leben Dankbarkeit zeigen.

Wir verlieren uns ins Selbstverständlichkeiten, die für andere Menschen auf dieser Erde ein Leben lang ein Luftschloss bleiben. Ein Dach über dem Kopf ist für viele Menschen eine Selbstverständlichkeit. Ohne geht es nicht. Doch wie dankbar sind wir für die Tatsache, dass wir nicht unter freiem Himmel schlafen müssen? Dass wir miteinander kommunizieren können, ohne mehrere Kilometer zu Fuß gehen zu müssen, um uns zu erkundigen, wie es der Familie oder Freunden geht. Ein Griff in den Kühlschrank sorgt dafür, dass wir Flüssigkeit und Nahrung zu uns nehmen können. Die Tür zum Kühlschrank ist niemals verschlossen.

Wenn wir etwas benötigen, was unser Leben erleichtern kann, suchen und finden wir es im Internet. Wir recherchieren, bestellen und konsumieren. Die Digitalisierung ist zur Normalität geworden. Produkte und Dienstleistungen sind zu jeder Tages- und Nachtzeit abrufbar.

Die kontinuierliche Verfügbarkeit lässt die Dankbarkeit schwinden.

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Wenn Lieferketten ins Stocken geraten, bricht immer schneller Panik aus. Wir glauben zu verhungern, weil etwas nicht mehr sofort lieferbar ist. Wenn das Paket nicht pünktlich geliefert wird, werden wir wütend. Wenn die Bahn oder der Flieger Verspätung hat, lassen wir unserem Ärger in den sozialen Medien freien Lauf. Dankbarkeit? Fehlanzeige. Die Tatsache, dass wir das Privileg genießen mehrere tausend Kilometer zu überbrücken und in Ländern Urlaub machen dürfen, in denen andere Menschen mit dem Nötigsten auskommen, vergessen oder verdrängen wir. Wir haben uns das schließlich verdient!

Natürlich sollen wir uns selbst belohnen und Urlaub machen. Mir geht es vielmehr um die Demut, die wieder stärker in unser Bewusstsein treten darf. Die Vielfalt und Schnelligkeit in der heutigen Kommunikation lässt die Besonderheit für den Moment schwinden. Wir freuen uns immer weniger über die kleinen Dinge des Lebens, da das Alleinstellungsmerkmal fehlt. Streaming-Dienste aller Art nehmen den Inhalten ihre Wertigkeit.

Die Beliebigkeit ersetzt die Besonderheit.

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Herzlich


Dankbarkeit ist einfach und immer verfügbar. Wie oft am Tag bedankst du dich? Und wie oft bedankst du dich bei dir selbst für dein Leben? Wie sehr spürst du diese innere Dankbarkeit und kannst sie aus vollem Herzen weitergeben?

Ich durfte Dankbarkeit wieder lernen, denn ich hatte das Leben verlernt. Durch meine Depression war mein Bedürfnis nach Dankbarkeit durch die eigene Unzufriedenheit überlagert. Alles, was in meinem Leben präsent war, erschien mir als selbstverständlich. Was ich im Leben benötigte, besorgte ich mir. Die Menschen um mich herum hatten sich so zu verhalten, wie ich das wollte. Wenn es mir nicht gefiel, ignorierte ich sie.

Ein »Danke« wäre das Mindeste gewesen.

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Stattdessen lebte ich in meiner eigenen Welt der Ignoranz und Rücksichtslosigkeit. Die Folge waren Einsamkeit und Ängste. Die anderen waren schuld an meiner Situation. Ich konnte und wollte nicht dankbar sein für mein Leben.

Dankbarkeit entsteht von innen heraus. Wenn wir uns selbst wertschätzen und lieben können, sind wir fähig Dankbarkeit nach außen zu tragen. Und das auf allen Ebenen der Kommunikation und in allen Lebensbereichen. Nur wenn wir für uns selbst die Klarheit darüber haben, wie wir intrinsisch ticken, können wir unser Leben herzlicher und demütiger leben. Wir begreifen, wie stark die Welt uns manipuliert und extrinsisch motiviert. Wie sehr wir den Wünschen und Visionen der anderen hinterherlaufen, ohne unseren eigenen Weg zu kennen.

Ich bin dankbar für ein Jahr voller Veränderung.
Ich bin dankbar für all die Gefühle, die ich zulasse.
Ich bin dankbar für all die Menschen, die mich unterstützen.
Ich bin dankbar dafür atmen zu können.
Ich bin dankbar für das Leben.

Von Herzen
Daniel

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