Sitzen


Halt doch mal still

Stillhalten ist für viele Menschen eine Herausforderung. Ruhig sitzen erst recht. Wir sind ständig in Bewegung und haben Angst, etwas zu verpassen. Wir müssen immer mehr leisten, um in dieser Gesellschaft Anerkennung zu erhalten. »Wer rastet, der rostet« ist ein typischer Kalenderspruch. Es gibt immer etwas zu erledigen. Unser Alltag ist eine einzige To-do-Liste. 

Wie finden wir in dieser hektischen Welt einen Platz für uns selbst? Die Antwort ist ganz einfach und quasi überall auf der Welt möglich. Wir setzen uns hin und tun … nichts. Wir nehmen uns ganz bewusst die Zeit für uns selbst und sitzen, um zu ruhen. Wir gehen achtsam mit uns selbst um und lassen unserem Körper und Geist genügend Freiraum, um sich bemerkbar zu machen. 

Wenn alles um uns herum zur Ruhe kommt, wird es im Inneren gerne laut.

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ein Mensch meditiert und entspannt sich

Moment mal


Das Sitzen und die damit verbundene Meditation helfen uns, unser wahres Ich sichtbar zu machen. Dafür bedarf es, wie beim Atmen, keiner speziellen Technik. Es kann aber hilfreich sein, sich die Grundlagen der Meditation und des Sitzens von einer erfahrenen Person zeigen zu lassen. Wichtig ist es, sich bequem zu machen und wirklich gerade zu sitzen. Wir dürfen uns richtig groß fühlen und stolz darauf sein, dass wir uns ganz bewusst diese Auszeit nehmen. 

Wenn im Laufe einer Meditation körperliche Schmerzen entstehen, hilft es, den Atem zu nutzen, um gezielt in diese Körperregionen hinein zu atmen. Wir müssen auch nicht sofort 30 oder 60 Minuten meditieren. Schon 5 bis 15 Minuten helfen, um sich innerlich zu erden.

Die Hektik in unserem Leben pausiert für einen Moment. Wir entscheiden, wie lange dieser Moment dauern darf. 

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Gedankenkarussell


Die Herausforderung der Meditation ist das pure Sitzen. Im Moment verharren und seinen Atem achtsam zu beobachten klingt einfacher, als es in der Praxis ist. Uns fliegen circa 60.000 bis 80.000 Gedanken pro Tag durch den Kopf. Dann ist es kein Wunder, dass ständig irgendein Gedanke in der Meditation auftaucht und unsere Aufmerksamkeit will. Wir haben ständig das Gefühl, etwas erledigen zu müssen, und würden am liebsten aufstehen und etwas tun. Und genau dieser Verlockung zu widerstehen hilft uns, achtsamer im Leben zu werden.

Im Alltag fällt es uns leicht, die eigenen Gedanken zu ignorieren. Die Aufmerksamkeit der anderen lässt uns selbst zurücktreten. Dabei sind es gerade unsere Themen, die angeschaut werden wollen. Dafür ist im Alltag oftmals kein Raum. Wir finden genügend Ausreden, warum wir keine Zeit für uns finden. Die Meditation schafft diese Freiräume. Freiräume, die uns den eigenen Druck nehmen und die Welt da draußen weniger wichtig erscheinen lassen. Wir können überall sitzen und meditieren. Wir dürfen uns ganz bewusst dafür entscheiden.

Einfach sitzen und atmen.

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eine Person ist in Gedanken vertieft

Die weiteren Themen


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