Ruhen


Chill mal deine Base

Unser Leben ist von Lärm geprägt. Ein Zustand, den wir oftmals einfach so akzeptieren, bis wir uns an den Lärm gewöhnt haben. Eine Gewohnheit, die krank machen kann. Die Folgen für Körper und Geist sind so unterschiedlich wie die Lärmquellen selbst.

Die Folgen übermäßigen Lärms sind zum Beispiel:

  • Stress
  • Gereiztheit
  • Nervosität 
  • Schlafstörungen 
  • Tinnitus
  • Hörsturz 
  • Schwerhörigkeit

Das Unterbewusstsein nimmt die Stressquellen ständig auf und kann sie irgendwann nicht mehr verarbeiten. Die Folgen sind zum Beispiel Gereiztheit, Schlaflosigkeit und Stress. Die Stadt ist voll von Lärmquellen. Besonders im Straßenverkehr sind wir umgeben von Menschen und Maschinen, die uns unsere Energie rauben. Vor allem in den Großstädten werden die Autos immer größer und der Platz immer geringer. Die Autohupe dient als Ablassventil für angestauten Frust. Im öffentlichen Nahverkehr quietschen S- und U-Bahnen über die maroden Gleise. Auf Bahnhöfen beschallen uns die Lautsprecherdurchsagen mit sich wiederholenden Hinweisen. Viele Geschäfte in den großen Einkaufsstraßen begrüßen ihre Kundschaft mit lauter Musik. An der Imbissbude müssen wir unsere Bestellung fast schreiend aufgeben. 

Dem Lärm der Stadt zu trotzen ist eine Herausforderung. 

Someone famous

Uns dagegen zu wehren kann uns wiederum erschöpfen. Die ständige Bewegung ums uns herum zu verhindern liegt nicht in unserer Macht. Was wir aber tun können, ist, unser Bewusstsein für den Lärm zu verändern. Im Straßenverkehr hilft es, sich von der Geschwindigkeit der anderen zu lösen und sein ganz persönliches Tempo zu fahren oder zu laufen. Sich seines eigenen Tempos bewusst zu werden lässt uns achtsamer im Verkehr agieren. Wenn wir zu Fuß unterwegs sind, können wir unseren Schritt ganz bewusst verlangsamen und die Menschen um uns herum ziehen lassen. Die Menschen, die für uns wichtig sind, werden in unser Bewusstsein treten. Alle anderen dürfen wir dankend vorbeilaufen lassen. 

eine Hand bildet den Stamm eines Baumes mit einer Baumkrone

Endlich Pause!


Eine bewusste Pause hilft ebenfalls, die Umgebung achtsamer wahrzunehmen. Sich einfach mal auf eine Bank zu setzen und die Menschen zu beobachten. Ihr Verhalten zu studieren, ohne es zu bewerten. Einfach nur sitzen, atmen und beobachten. Durch das Verharren entdecken wir neue Details in unserem Kiez, die uns vielleicht nie so richtig bewusst geworden sind. Wir hören die Vögel zwitschern und schaffen es, die Aufmerksamkeit auf die Natur zu lenken.

Natur ist ein schönes Stichwort. Eine Auszeit im Grünen ist ein Geschenk und sorgt für mehr innere Ruhe. Im Wald hat alles seinen festen Platz. Wenn wir durch den Wald laufen, sind die Reize deutlich geringer. Die Bäume verharren und ruhen in sich. Wir ruhen mit ihnen und entschleunigen. Wir werden müde und können richtig herunterfahren. Wir erkennen, welche Kraft die Natur auf unser Inneres ausüben kann, wenn wir diesen Moment bewusst zulassen. Mit dem Smartphone durch den Wald zu laufen und dabei Fotos oder Selfies zu machen hat wenig mit Achtsamkeit zu tun.

Der Wald verdient unsere volle Aufmerksamkeit.

Someone famous

Gefällt mir


Bewusste Pausen sind wichtig, um die eigene innere Ruhe zu finden. Unser Leben ist digitalisiert und fast nichts mehr funktioniert heute ohne Smartphone und Computer. Arbeitgeber setzen immer mehr voraus, dass wir auch außerhalb der regulären Arbeitszeiten erreichbar sind. Egal ob am Wochenende oder im Urlaub. Die ständige Erreichbarkeit stresst uns.
 
Wenn wir es schaffen, den Umgang mit Social Media und dem Internet bewusster zu gestalten, werden wir langfristig glücklicher und achtsamer durchs Leben gehen. Wir entscheiden selbst darüber, wann wir online und wann wir offline sind. Wann brauchen wir Zeit für uns und wann nehmen wir uns Zeit für die anderen? 

Aus meinen Beobachtungen heraus verstehen viele Menschen eine Pause nicht als wirkliche Pause. Man pausiert gerne im Internet. Das Interesse gilt vielmehr den Newstickern der Medien oder den Social-Media-Feeds anderer Menschen. Das Leben der anderen ist viel spannender als das eigene. Wir laufen vor uns selbst weg und sind unzufrieden mit unserem Leben. Wenn wir bewusst in unserer Pause ruhen, nichts tun, was uns ablenkt, und atmen, werden wir langfristig glücklicher. Sich der Ablenkung bewusst zu entziehen ist eine Entscheidung. Eine Entscheidung für sich selbst und die eigenen Bedürfnisse. 

Der Wunsch nach Ruhe ist allgegenwärtig. Die Ruhe zu finden ist eine Entscheidung.

Someone famous
ein App Icon zeigt 92 ungelesene Nachrichten